Doktor Miyagis Geheimnis

Doktor Miyagis Geheimnis


“Ich kann Ihnen keine Papiere geben, weil ich noch keine Identität habe. Ich bin nicht von hier und ich habe nicht studiert. Darum bestimmen eure Gesetze, dass ich über Nacht in einem Gasthaus bleiben muss. Sobald ich einen Namen habe, werde ich in der Lage sein, Ihnen meine Papiere zu geben.“

Kathy Acker, Don Quixote


Doktor Miyagis Geheimnis
DV, 23′, 2007

erzählt von der Ärztin Elke Miyagi, welche die Unbekannte K in ihren Wohn- und Arbeitsbereich einlädt. Nach einer gemeinsamen Nacht und der darauffolgenden Eskalation zieht K weiter auf der Suche nach neuen Bekanntschaften und läßt Dr. Miyagi bei ihren Gehilfinnen und Patientinnen zurück.

Bild, Spiel und Sprache erzeugen eine modellhafte Künstlichkeit, eine eigene geschlossene Welt, die in Bewegung gerät, als es zu der Begegnung kommt. Verstörte und verstörende Charaktere treffen aufeinander, finden jedoch nicht zueinander. Zwang, Liebe, Aneignung und Befreiung stehen als unterschiedliche Strategien im Raum. Quer durch den Film verläuft die Bewegung der Unbekannten K zum Festhalten der Doktor Miyagi in ihren gewohnten Zwängen. Übersteigert wie die Ausbruchsversuche der Protagonistinnen. Ist eine andere Welt überhaupt möglich?

REGIE Julia Kläring, Nils Olger KAMERA Tim Tom SCORE Alex Vatagin TON Robert Glaser DARSTELLERINNEN Barbara Spitz, Anne Wiederhold, Moira Hille, Lisbeth Kovacic, Petra Szalony, Sattva Giacosa STIMME Gin Müller HUND Tigris

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